7 Days to Die Server hosten – Setup & Hosting-Guide 2026

Warum einen eigenen 7 Days to Die Server hosten?

Ein eigener 7 Days to Die Server bietet dir die volle Kontrolle über Spielwelt, Regeln, Mods und Spielerzahl. Während öffentliche Server oft überfüllt, schlecht gewartet oder mit fragwürdigen Modifikationen versehen sind, kannst du auf deinem eigenen Host eine maßgeschneiderte Zombie-Apokalypse erschaffen.

Du bestimmst die Schwierigkeit, die Tageslänge, die Zombiedichte und ob du mit Freunden entspannt craften oder in der Hardcore-Variante ums Überleben kämpfen willst. Gerade für deutsche Spieler ist ein heimischer Server attraktiv, weil die Latenz niedrig ist und keine Sprachbarrieren bestehen.

Ein weiterer Vorteil: Du kannst jederzeit Backups erstellen, Welten zurücksetzen oder neue Spielstände starten. Gerade wenn du mit Mods wie Undead Legacy, Darkness Falls oder Valmod spielst, ist ein eigener Server Pflicht, da diese viele Spielmechaniken tiefgreifend verändern.

Für 2026 lohnt sich das Hosting zudem mehr denn je, denn mit dem offiziellen Release von 7 Days to Die 1.0 und der fortlaufenden Konsolen-Version wurden viele Server-Tools aktualisiert. Du profitierst von stabilerer Performance, verbessertem Anti-Cheat und einer reiferen Modding-Community.

Systemanforderungen für einen 7D2D Server

Die Hardware-Anforderungen hängen stark davon ab, wie viele Spieler gleichzeitig spielen und ob du Mods einsetzt. Für eine kleine Gruppe von 4-6 Spielern reicht bereits ein VServer mit moderaten Ressourcen aus.

SpielerzahlRAMCPU-KerneSpeicherEmpfohlener Tarif
2-4 Spieler8 GB2 vCPU50 GB SSDVPS Einsteiger
4-8 Spieler16 GB4 vCPU100 GB SSDVPS Performance
8-16 Spieler32 GB6 vCPU200 GB SSDDedizierter Server
16+ Spieler64 GB+8+ vCPU300+ GB NVMeHigh-End Dedicated

Wichtig: 7 Days to Die nutzt primär Single-Thread-CPU-Leistung und RAM. Eine schnelle Single-Core-CPU (z. B. AMD Ryzen 7 oder Intel Core i7/i9 der aktuellen Generation) ist wichtiger als viele Kerne. SSD oder NVMe sind Pflicht, da Ladezeiten sonst explodieren.

Für die Internetanbindung empfehlen wir mindestens 100 Mbit/s Up- und Download, wobei der Upload entscheidender ist. Bei 8 Spielern solltest du rund 5-10 Mbit/s stabilen Upload bereitstellen können – was in den meisten deutschen Haushalten und Rechenzentren problemlos möglich ist.

Server-Vorbereitung unter Linux (Ubuntu/Debian)

Bevor du 7 Days to Die installierst, solltest du dein Betriebssystem aktualisieren und die nötigen Abhängigkeiten installieren. Wir empfehlen Ubuntu 22.04 LTS oder Debian 12 als stabile Basis.

sudo apt update && sudo apt upgrade -y
sudo apt install -y wget curl ufw screen lib32gcc-s1 lib32stdc++6 libsdl2-2.0-0

Mit ufw (Uncomplicated Firewall) aktivierst du die benötigten Ports. Standardmäßig nutzt 7 Days to Die den Port 26900/UDP sowie den Steam Query Port 26901/UDP und Telnet 8081/TCP.

sudo ufw allow 22/tcp
sudo ufw allow 26900:26903/udp
sudo ufw allow 8081/tcp
sudo ufw enable

Lege einen dedizierten Benutzer für den Server an – aus Sicherheitsgründen sollte der Dienst niemals als root laufen. So minimierst du das Risiko bei Sicherheitslücken in Spielesoftware.

sudo adduser sdtd
sudo su - sdtd

Erstelle ein Arbeitsverzeichnis, in dem du den Server später installierst. Eine klare Ordnerstruktur hilft bei Backups und Updates erheblich.

mkdir -p ~/sdtd-server/serverfiles
cd ~/sdtd-server

Installation via SteamCMD (Linux)

Die offizielle Methode führt über SteamCMD, das Valve-Tool für Dedicated Server. Lade es herunter und entpacke es in dein Serververzeichnis.

cd ~/sdtd-server
wget https://steamcdn-a.akamaihd.net/client/installer/steamcmd_linux.tar.gz
tar -xvzf steamcmd_linux.tar.gz

Starte SteamCMD nun im ersten Durchlauf, damit es sich selbst aktualisiert. Anschließend loggst du dich anonym ein und lädst die App-ID 294420 (7 Days to Die Dedicated Server) herunter.

./steamcmd.sh +login anonymous +force_install_dir ./serverfiles +app_update 294420 validate +quit

Der erste Download ist mit rund 8-12 GB relativ groß. Wiederhole den Befehl regelmäßig, um den Server auf dem neuesten Stand zu halten – das validate stellt sicher, dass beschädigte Dateien ersetzt werden.

Für eine bequeme Steuerung empfehlen wir, das Update per Cronjob oder systemd-Service zu automatisieren. Ein typisches Update-Script sieht so aus:

#!/bin/bash
cd /home/sdtd/sdtd-server
./steamcmd.sh +login anonymous \
  +force_install_dir ./serverfiles \
  +app_update 294420 validate \
  +quit > /home/sdtd/sdtd-update.log 2>&1
echo "Update fertig: $(date)" >> update-history.log

serverconfig.xml – Die wichtigsten Einstellungen

Die zentrale Konfigurationsdatei findest du unter serverfiles/7DaysToDieServer_Data/. Die Datei serverconfig.xml enthält alle relevanten Optionen – von Spielmodus über Zombiedichte bis hin zu Telnet-Zugang.

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<ServerSettings>
  <property name="ServerName" value="[DE] Hostaz Zombie-Wasteland"/>
  <property name="ServerDescription" value="Willkommen auf unserem 7D2D Server!"/>
  <property name="GameWorld" value="Navezgane"/>
  <property name="GameMode" value="GameModeSurvival"/>
  <property name="Difficulty" value="3"/>
  <property name="MaxPlayers" value="8"/>
  <property name="ServerPort" value="26900"/>
  <property name="ServerDisallowedLanguage" value="english"/>
  <property name="TelnetEnabled" value="true"/>
  <property name="TelnetPort" value="8081"/>
  <property name="EACEnabled" value="true"/>
</ServerSettings>

Die wichtigsten Parameter erklärt:

Für ein authentisches Hardcore-Erlebnis empfehlen viele Spieler Difficulty 4 mit erhöhter Zombiedichte in der Nacht (BloodMoonEnemyCount=16) und kürzeren Tagen (DayLength=45).

Server starten und als Dienst betreiben

Du kannst den Server direkt per screen starten – das ist die einfachste Methode für Einsteiger.

cd ~/sdtd-server/serverfiles
screen -S sdtd ./startdedicated.sh

Mit Strg+A, dann D löst du die Sitzung, mit screen -r sdtd holst du sie zurück. Für den produktiven Einsatz ist jedoch ein systemd-Service deutlich eleganter, da der Server dann automatisch beim Boot startet und bei Abstürzen neu gestartet wird.

[Unit]
Description=7 Days to Die Dedicated Server
After=network.target

[Service]
User=sdtd
WorkingDirectory=/home/sdtd/sdtd-server/serverfiles
ExecStart=/home/sdtd/sdtd-server/serverfiles/startdedicated.sh -logfile /home/sdtd/sdtd-server/logs/sdtd.log
Restart=on-failure
RestartSec=10

[Install]
WantedBy=multi-user.target

Anschließend aktivierst du den Dienst:

sudo systemctl daemon-reload
sudo systemctl enable sdtd.service
sudo systemctl start sdtd.service
sudo systemctl status sdtd.service

Die Log-Datei hilft bei der Fehlersuche – insbesondere die Einträge mit ERROR oder WARN solltest du regelmäßig prüfen.

Mods und Mod-Launcher einbinden

Mit dem 7D2D Mod Launcher lassen sich Mods komfortabel verwalten, ohne Dateien manuell zu bearbeiten. Besonders beliebte Mods 2026 sind:

ModKategorieGrößeBeschreibung
Undead LegacyOverhaul~500 MBKomplett überarbeitetes Crafting & Inventar
Darkness FallsOverhaul~1,2 GBNeue Klassen, Quests, Monster
Valmod PackQoL/Content~200 MBMehr Items, Fahrzeuge, Bauteile
SMX CoreUI/Performance~50 MBModulares UI- und Performance-Framework
Stallions DennisOverhaul~800 MBErweiterte Städte und Quests

Mods werden per Steam-Workshop-Abo verknüpft. Dazu trägst du in serverconfig.xml die Workshop-IDs ein:

<property name="WorkshopItems" value="2800791827,2196041876,2227117821"/>

Achte darauf, dass alle Clients die gleichen Mods abonniert haben, sonst können sie dem Server nicht beitreten. Eine Whitelist der erlaubten Mods verhinderst du, indem du nur die Workshop-IDs angibst und die Option DisableModAutoDownload deaktiviert lässt.

Tipp: Teste Mods immer zuerst lokal oder auf einem Testserver, bevor du sie auf deinem Hauptserver aktivierst – inkompatible Mods können den Spielstand korrumpieren.

Performance-Tuning und Anti-Lag-Maßnahmen

Trotz guter Hardware kann es zu Lags kommen, besonders bei großen Basen, vielen Spielern oder aufwändigen Mods. Die folgenden Maßnahmen helfen erfahrungsgemäß am meisten:

Auch das Betriebssystem lässt sich optimieren. Tausche libc gegen libc6 und installiere haveged für bessere Entropie.

sudo apt install -y haveged
sudo systemctl enable haveged

Für Linux-Gamer empfiehlt sich der performance-CPU-Governor, der die Taktfrequenz hochhält:

echo performance | sudo tee /sys/devices/system/cpu/cpu*/cpufreq/scaling_governor

Beobachte die Performance mit Tools wie htop, netdata oder

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